Recyceltes Holz sollte gut getrocknet sein, ideal unter zwölf Prozent Restfeuchte, damit sich Bauteile stabil verarbeiten lassen. Prüfe Stirnflächen auf Risse, suche nach alten Schrauben oder Nägeln und inspiziere für Insektenbefall. Plane hobeln, schleifen, verfüllen von Bohrlöchern und eventuelle Kantenanpassungen ein. Zertifikate wie FSC Recycled sind ein Plus, aber entscheidend bleibt die tatsächliche Substanz. Eine Probefräsung offenbart schnell versteckte Metallteile.
Bei Stahl und Aluminium sind Rost, Beschichtungszustand und Wandstärken relevant. Tragende Teile sollten von Fachleuten beurteilt werden, besonders bei Geländern oder Konsolen. Für Glas suche nach ESG/VSG-Kennzeichnung und Herstellstempel. Spätestens bei Duschabtrennungen oder Brüstungen ist Sicherheitsglas Pflicht. Mikrorisse erkennst du oft im Streiflicht, während Kantenqualität über zukünftige Stabilität entscheidet. Kläre, ob Zuschnitt noch möglich ist, bevor du die Planung finalisierst.
Sortiere Ziegel nach Maßhaltigkeit und prüfe Abplatzungen sowie eingefrorene Feuchtigkeit. Bei Fliesen zählt Chargengleichheit, damit Fugenbilder ruhig bleiben. Teste einzelne Stücke auf Klang und Bruchverhalten, um versteckte Spannungen zu erkennen. Achte auf kalkhaltige Einschlüsse, die später ausblühen könnten. Für Waschtische und WCs gilt: Anschlüsse, Haarrisse und Glasurzustand gründlich fotografieren. So vermeidest du Überraschungen und kalkulierst Verschnitt realistisch.
Scriben, unterlegen, neu beplanken: Mit Keilleisten, Ausgleichsprofilen und sauberer Vermessung passt du Türen, Arbeitsplatten und Regalböden an bestehende Geometrien an. Plane zusätzliche Millimeter für Schleifgänge ein und markiere Bezugskanten, um Verschnitt zu minimieren. Probemontagen sparen Stress, bevor Oberflächen final behandelt werden. Dokumentiere jede Anpassung für spätere Wartung oder Demontage, damit Wiederverwendung in Zukunft noch einfacher gelingt.
Bei Sanitär und Heizung sind Gewinde, Dichtungen und Drücke entscheidend. Nutze Adapter, Hanf oder PTFE-Band fachgerecht und prüfe vorab Kompatibilitätslisten der Hersteller. Elektrische Leuchten brauchen korrekte Schutzklasse sowie Prüfung nach VDE. Für Fenster und Türen sichern passende Dichtprofile Energieeffizienz und Komfort. Testläufe, Druckproben und Messungen mit Thermometer oder Schallpegelgerät verhindern böse Überraschungen nach dem endgültigen Einbau.
Beachte Bauordnung, GEG-Anforderungen, Brandschutzklassen und elektrische Normen. Für tragende Bauteile können statische Nachweise nötig sein, bei Türen eventuell Angaben zu Rauch- oder Schallschutz. Dokumentiere Herkunft, Materialdaten und Montageweise, fotografiere Etiketten und bewahre Kaufbelege auf. So überzeugst du Prüfinstanzen, sicherst Versicherungsfragen ab und hast bei einem späteren Verkauf klare Unterlagen, die Vertrauen schaffen und den Wert erhöhen.
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